sagt jedenfalls Tauss auf twitter:
Schwarz-Grün Hamburg unterstützt Forderung der Innenminister nach Computerspielverboten. Link morgen auf tauss.de
Ich bleibe bei meiner Meinung: Die Grünen kranken zuweilen an zuviel Moral. Die mit heiligem Ernst angestrebte Verbesserung der Welt führt leider oft zu viel zerschlagenem Porzellan. Humor und Selbstdistanz fehlen oft. Die Moral des alternativen Milieus wird nicht selten als Missionsauftrag verstanden. Die eigene Moral ist oft genug ein rigides System, das Übertretungen streng bestraft (in der Regel mit Ächtung derjengen, die weder korrekt sprechen noch essen usw.).
Dominant bei den Grünen scheint mir vor allem eine weibliche Moral zu sein. Aus weiblicher Sicht erscheinen manche Computerspiele als Verrohung der Sitten. Hier schauen Frauen mit einem doch geschlechtsspezifischen Blick auf das Verhalten junger Männer als Hauptnutzer solcher Spiele. Aus der Pädagogik kennt man diese weiblich geprägte Sicht auf männliche Verhaltensweisen, die vor Ort in den Schulen zur Benachteiligung der Jungs führen kann. Das Problem ist hier nicht der Feminismus an sich, aber die Vereinseitigung und Theologisierung dieser Perspektive.
Ich bitte diese pauschal wirkenden Urteile nicht zu ernst zu nehmen, ich kann und will nicht alle Grünen über einen Kamm scheren.
[...] Jahren zu den konservativen Besitzstandswahrern des 21. Jahrhunderts, die genauso wie die Union Killerspiele verbieten wollen und Zensursula gut finden. Doppelmoral und “Missionierung” – sowas kennt man [...]