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	<title>The Internetausdrucker</title>
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	<description>Am 27. September: Wählen gehen!!!!</description>
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		<title>Verständlich schreiben in der Wissenschaft?</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 16:07:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetausdrucker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Kritik an der verdrechselten Wissenschaftssprache kommt immer gut an. Heute kann man auf SZ-Online das passende Zitat von Popper dazu lesen: &#8222;Wer’s nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er’s klar sagen kann.&#8220; Das hat der Philosoph Karl Popper als Leitsatz für die Wissenschaft ausgegeben. Dem kann man prima facie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=481&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kritik an der verdrechselten Wissenschaftssprache kommt immer gut an. Heute kann man auf <a href="http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/892/508043/text/">SZ-Online</a> das passende Zitat von Popper dazu lesen:</p>
<blockquote><p>&#8222;Wer’s nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er’s klar sagen kann.&#8220; Das hat der Philosoph Karl Popper als Leitsatz für die Wissenschaft ausgegeben.</p></blockquote>
<p>Dem kann man prima facie nur zustimmen. Aber irgendwie stimmt etwas nicht mit dem Satz. <span id="more-481"></span></p>
<p>Natürlich sollte jemand so lange an seinen Erkenntnissen und Formulierungen arbeiten, bis andere sie auch verstehen können. Ich mag Texte auch nicht,  die mich vor größte Rätsel stellen oder die in aufgeblasenen Jargon Binsenweisheiten zum Besten geben. Aber dennoch ist der Satz von Popper historisch überlebt. Heute heißt es doch, man solle möglichst viel in möglichst kurzer Zeit publizieren. Wer heute noch weiter arbeitet, &#8222;bis er es klar sagen kann&#8220;, gilt als notorisch faul oder unfähig. Denn das hieße ja, anstelle von 20 Texten nur einen zu machen. Das sieht dann auf der Publikationsliste, diesem Fetisch des akademischen Betriebes, gar nicht gut aus. Poppers Rat ist hemmungslos nostalgisch und romantisch &#8211; aus heutiger Sicht.</p>
<p>Für den Leser wäre es sicher besser, wenn er anstelle einer Liste von 100 Aufsätzen eines Autors ein oder zwei wesentliche Bücher fände.  Er müsste sich nicht durch endlose Seiten von halbgaren Erkenntnissen quälen. Denn das bieten diese Vielschreiber  oft. In jedem Aufsatz gibt es nur einen Krümel interessanter Erkenntnis. Um das Theoriegebäude dieses Autors zu ermitteln, muss man sein gesamtes Aufsatzoeuvre studieren, aber überall begnügt der sich mit einer Idee und vagen Andeutungen. Wie oft hätte ich manchen Schreiber dazu verdonnert, sich mal in Klausur zu begeben, um seine Theorie mal gründlich auszuarbeiten! Nur karriereförderlich ist so etwas gegenwärtig nicht. Daher muss man wohl noch ein Weilchen mit der  Flut oft wenig relevanter Beiträge leben. Und selber muss man sich damit abquälen, in diesem Konzert der Belanglosigkeiten mitzuschreiben.  Denn die Karrierebedingungen sind  paradox: erst die Vielschreiberei von nicht ernst zu nehmenden Publikationen weist mich als ernst zu nehmender Wissenschaftler aus!</p>
<br />Filed under: <a href='http://internetausdrucker.wordpress.com/category/uncategorized/'>Uncategorized</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/internetausdrucker.wordpress.com/481/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/internetausdrucker.wordpress.com/481/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/internetausdrucker.wordpress.com/481/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/internetausdrucker.wordpress.com/481/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/internetausdrucker.wordpress.com/481/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/internetausdrucker.wordpress.com/481/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/internetausdrucker.wordpress.com/481/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/internetausdrucker.wordpress.com/481/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/internetausdrucker.wordpress.com/481/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/internetausdrucker.wordpress.com/481/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/internetausdrucker.wordpress.com/481/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/internetausdrucker.wordpress.com/481/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/internetausdrucker.wordpress.com/481/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/internetausdrucker.wordpress.com/481/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=481&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Seminarismus als Heilslehre</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 21:32:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetausdrucker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Didaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule]]></category>

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		<description><![CDATA[Derzeit habe ich den Eindruck, dass das neue Heilsversprechen zur Lösung aller drängenden (vor allem beruflichen) Sorgen von Wochenend-Seminaren ausgeht. In ein bis zwei Tagen soll man lernen, wie man seinen Tag plant, wie man seinen Stress bewältigt oder wie man sich die richtigen Ziele setzt. Für jedes Problem gibt es einen Kurs mit dem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=478&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Derzeit habe ich den Eindruck, dass das neue Heilsversprechen zur Lösung aller drängenden (vor allem beruflichen) Sorgen von Wochenend-Seminaren ausgeht. In ein bis zwei Tagen soll man lernen, wie man seinen Tag plant, wie man seinen Stress bewältigt oder wie man sich die richtigen Ziele setzt. Für jedes Problem gibt es einen Kurs mit dem dazu gehörigen optimistischen Dozenten. Mit  gruppendynamischen Spielen ohne viel Theorie wollen diese Kurse die nötigen Rezepte vermitteln, um alle möglichen Probleme in den Griff zu kriegen. Aber können sie das wirklich? Oder handelt es sich bei dem wuchernden Kursangebot nicht eher um eine virale Verbreitung der ewig gleichen Tools, die mehr Versprechen denn Lösung sind?<span id="more-478"></span></p>
<p>Ich will meinen Verdacht begründen.</p>
<p>So traf ich bei einer Internetrecherche zum Thema Hochschuldidaktik auf einen <a href="http://www.uni-graz.at/leitfadendownloadinternet-3.pdf">&#8222;Leitfaden zur Interpretation der Lehrveranstaltungsevaluation&#8220;</a>. In diesem Leitfaden gibt es auch allerlei Tipps zum Gestalten didaktisch anspruchsvoller Uni-Seminare. Und es gab die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/ALPEN-Methode">ALPEN-Methode.</a> Das machte mich etwas stutzig. Diese Methode der Zeitplanung und Prioritätensetzung kenne ich hauptsächlich aus der Ratgeberindustrie. Sie füllt die vielfältigen Bücher zum Thema Zeitmanagement.</p>
<p>Die Existenz dieser vielen Ratgeber ist selber auch ein Indiz &#8211; nämlich dafür, dass guter Rat zum Thema Zeit teuer ist. Offenbar ist der Bedarf hoch und das Geschäft mit diesen Büchern gut. Aber das Geschäft müsste austrocken, wenn die Bücher hielten, was sie versprechen. Denn irgendwann müssten die Methoden des Zeitmanagement sich verbreiten und als allgemeine Kulturtechniken überall Verwendung finden. Doch offenbar ist das nicht der Fall.</p>
<p>Jedenfalls war ich etwas irritiert über die ALPEN-Methode in einem hochschuldidaktischen Faltblatt.  Macht das wirklich Sinn oder haben die Autoren dieses Faltblattes am Ende nur in den &#8222;Werkzeugkasten&#8220; der Beratergilde gegriffen?</p>
<p>Bekanntermaßen stammen diese Methoden aus dem Reservoir der Betriebswissenschaft. Es ist ja nicht umsonst von Zeit<strong>management</strong> die Rede. Man soll mit seiner knappen Zeit genauso haushalten wie mit Geld. Das ist ganz im Sinne von Arbeitgebern, die an effizienten Mitarbeitern interessiert sind. Dass das Leben manchmal verzwickte Probleme bereithält, die sich so nicht managen lassen und deren Lösung durch keine Zielvorgabe antizipiert werden kann, steht dann auf einem anderen Blatt. Als Forscher jedenfalls weiß ich, dass Forschungserfolg keineswegs planbar ist.</p>
<p>Dass hier also BWL-Methoden zitiert werden, macht stutzig. Aber noch mehr machte mich ihre Verbreitung nachdenklich. Denn ich erinnerte mich jetzt an ein Buch von <a onclick="return mugicPopWin(this,event);" oncontextmenu="mugicRightClick(this);" href="http://www.amazon.de/Angepasst-ausgebrannt-Nachwuchsfalle-Deutschland-Stillstand/dp/3442156203/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1271797546&amp;sr=8-1-catcorr">Thomas Leif über die Nachwuchssorgen der Parteien.</a> Er berichtet dort von Schulungsmodellen für Nachwuchspolitiker. Von den Parteizentralen werden mehrwöchige Kurse (Wochenendseminare)angeboten, die sich an Mandatsträger richten. Das hehre Ziel: man will die Fachpolitiker von morgen ausbilden. Aber welche Inhalte werden dort vermittelt?</p>
<p>Dazu Leif (über die SPD-Schulung):</p>
<blockquote><p>Alle Teilnehmer bekommen zum besseren Verständnis ein 75-seitiges wie ein Geheimnis gehütetes &#8222;handout&#8220;, das vorwiegend im Powerpoint-Stil ein Potpurri der gängigen Management-Theorien bietet. Die Trainer haben offenbar verstanden, dass man diese Zielgruppe nicht mehr mit langen Texten animieren kann. [...] Der Streifzug durch die Management-Erfolgsliteratur wirkt wie die &#8222;Best-of&#8220;-Listen, die ein 400-Seiten -Buch für &#8222;Schnellleser&#8220; auf vier Seiten reduzieren. (Leif: Ausgebrannt. S. 143</p></blockquote>
<p>Vermutlich kommt die ALPEN-Methode und so manch anderer Klassiker der Ratgeberliteratur dort auch vor.</p>
<p>Der Umfang dieser Schulung beträgt: 6 Wochenendkurse. Man fragt sich angesichts dessen, warum man dann Jahre für ein Studium braucht &#8211; um dann anscheinend doch nichts nützliches für den Alltag gelernt zu haben?</p>
<p>Als  Soziologe erlaube ich mir, skeptisch zu sein. Weniger, weil es sich um ökonomische Versatzstücke handelt, sondern wegen ihrer Verbreitung und ihrer Darreichungsform.</p>
<ul>
<li>Es gibt immer eine Lösung für das Problem</li>
<li>Die Lösung ist einfach, kurz, man muss nur tun, was die Rezepte empfehlen</li>
<li>Der Werkzeugkasten deckt vorgeblich alle denkbaren Probleme ab (man fragt sich, warum es noch Probleme gibt, wenn denn alles so einfach ist. )</li>
</ul>
<p>Und das eint die Ratgeber zum Zeitmanagement, zum persönlichen Charisma wie auch die zum reibungslosen Ablauf von Uni-Lehrveranstaltungen. Dazu sei beispielhaft das erwähnte Faltblatt zitiert:</p>
<blockquote><p><strong>Was tun, wenn die Studierenden nicht auf Ihre Fragen reagieren?</strong><br />
Wenn Sie keine Rückmeldung auf Ihre Frage erhalten, sollten Sie zunächst abwarten. Schweigen bedeutet häufig, dass die Studierenden etwas Zeit brauchen, um über die Fragestellung nachzudenken. Wenn das Schweigen ungewöhnlich lange andauert, können folgende Fragen stellen:<br />
„Wo genau ist das Problem?“ oder<br />
„Soll ich meine Frage wiederholen und neu formulieren?“<br />
Wenn sich das Schweigen mehrfach wiederholt, sollten Sie darauf eingehen:<br />
„Sie haben jetzt einige Male geschwiegen. Ich weiß nicht, wie ich das deuten soll. Helfen Sie mir weiter!“ (Weidenmann 1995, S. 75).</p></blockquote>
<p>Ich stelle mir zu diesem Text einen entsprechenden Didaktik-im-Schnelldurchlauf-Trainer vor, stets agil und lebendig wie ein Duracell-Hase. Interessant ist hier der unbegrenzte Lösungsoptimismus. Das nun wirklich gravierende Problem der studentischen Beteiligung in Seminaren wird hier in zwei, drei Tipps gelöst. Fertig. Und das, nachdem sich Jahrzehntelang die Professoren und ihre dienstbaren Assistenten umsonst um eine lebhaftere Seminaratmosphäre bemüht haben. Ja, haben sie denn diese Tricks nicht gekannt? Entweder sind ganze Generationen von Hochschullehrern pädagogische Blindschleichen gewesen &#8211; oder aber der hier angepriesene Trick ist gar nicht so toll, wie er tut.</p>
<p>Meiner Erfahrung nach trifft letzteres zu. Einfache Nachfragen dieser Art lösen das Problem studentischen Schweigens nicht. Manchmal muss man die erhofften Wortmeldungen eher mit Autorität und Macht einholen. Man kann nicht immer &#8211; wie hier naiv unterstellt, auf die Freiwilligkeit hoffen. Das räumt den Studierenden schließlich auch die Entscheidung ein, weiter zu schweigen.</p>
<p>Es ist bedenklich, dass die komplizierte Beziehung zwischen Lehrperson und Lernenden durch ein paar schlichte Tipps schon hinreichend beschrieben sein soll. Es ist noch bedenklicher, dass diese Art von vermeintlichen  Powertools auf verschiedensten Handlungsfeldern eingesetzt werden. Immerfort scheint von alledem nur das Versprechen übrig zu bleiben, man könne &#8211; wie die Zeit-Ratgeber von Lothar Seiwert z.b. &#8211; ein zentrales Lebensproblem innerhalb von 30 min analysiert und einer Lösung zugeführt haben. Das klingt am Ende mehr nach <a onclick="return mugicPopWin(this,event);" oncontextmenu="mugicRightClick(this);" href="http://www.amazon.de/Das-Regenmacher-Ph%C3%A4nomen-Widerspr%C3%BCche-Aberglaube-Organisation/dp/3593361884/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1271799068&amp;sr=1-1">Regenmacherei</a>.</p>
<br />Filed under: <a href='http://internetausdrucker.wordpress.com/category/didaktik/'>Didaktik</a>, <a href='http://internetausdrucker.wordpress.com/category/hochschule/'>Hochschule</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/internetausdrucker.wordpress.com/478/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/internetausdrucker.wordpress.com/478/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/internetausdrucker.wordpress.com/478/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/internetausdrucker.wordpress.com/478/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/internetausdrucker.wordpress.com/478/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/internetausdrucker.wordpress.com/478/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/internetausdrucker.wordpress.com/478/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/internetausdrucker.wordpress.com/478/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/internetausdrucker.wordpress.com/478/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/internetausdrucker.wordpress.com/478/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/internetausdrucker.wordpress.com/478/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/internetausdrucker.wordpress.com/478/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/internetausdrucker.wordpress.com/478/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/internetausdrucker.wordpress.com/478/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=478&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wozu postet man Kommentare, die einfach nur kopiert sind?</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 13:05:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetausdrucker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit ich in irgendwelchen Internetforen meine argumentative Klinge schwinge, verwundert mich eine ganz besondere Sorge Postings: die Copy&#38;Paste-Beiträge, die einfach nur Wikipedia wiedergeben. Ein solches Beispiel fand ich eben: The Great Game – Historische hintergrun des Afghanistan Krieges The Great Game drehte sich um die Vorherrschaft in Zentralasien. Die Russen versuchten über Turkestan zum Indischen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=476&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit ich in irgendwelchen Internetforen meine argumentative Klinge schwinge, verwundert mich eine ganz besondere Sorge Postings: die Copy&amp;Paste-Beiträge, die einfach nur Wikipedia wiedergeben. Ein solches Beispiel<a href="http://www.fixmbr.de/deutschland-und-der-krieg-die-naechsten-toten-kommen-bestimmt/#comment-44526"> fand ich eben:</a></p>
<blockquote><p>The Great Game – Historische hintergrun des Afghanistan Krieges The Great Game drehte sich um die Vorherrschaft in Zentralasien. Die  Russen versuchten über Turkestan zum Indischen Ozean vorzustoßen, um  einen eisfreien Hafen bauen zu können&#8230;</p></blockquote>
<p>Ich habe mich ein wenig gewundert über zwei Dinge: den Stil und den Inhalt. Der Stil war für einen gewöhnlichen Kommentar ungewöhnlich elaboriert. Das meine ich weniger sprachlich, vielmehr inhaltich: es gibt jede Menge Fakten. Man muss sich schon wirklich auskennen, um so etwas mal eben als Kommentar abzulassen. Der Inhalt selber war dann etwas merkwürdig: Wieso bietet der Kommentator hier nur die Vorgeschichte aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts an? Und welche Einsichten erlaubt mir das? Warum verzichtet er auf die Darstellung der Kriege im 20. Jahrhundert? Um es kurz zu fassen: Für meinen Geschmackt war das ein Kommentar, der nicht recht in den Kontext passt.</p>
<p>Und siehe da: der ganze Kommentar war einfach eine Kopie des Wikipediaeintrages zu &#8222;The Great Game&#8220;. Mehr Mühe hat sich der Kommentator also nicht mehr gegeben. Aber dann hätte auch ein kurzer Link genügt mit dem Hinweis auf die Historie im Lexikon. Den Kommentarplatz hätte er sich jedenfalls sparen können.</p>
<br />Filed under: <a href='http://internetausdrucker.wordpress.com/category/uncategorized/'>Uncategorized</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/internetausdrucker.wordpress.com/476/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/internetausdrucker.wordpress.com/476/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/internetausdrucker.wordpress.com/476/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/internetausdrucker.wordpress.com/476/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/internetausdrucker.wordpress.com/476/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/internetausdrucker.wordpress.com/476/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/internetausdrucker.wordpress.com/476/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/internetausdrucker.wordpress.com/476/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/internetausdrucker.wordpress.com/476/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/internetausdrucker.wordpress.com/476/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/internetausdrucker.wordpress.com/476/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/internetausdrucker.wordpress.com/476/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/internetausdrucker.wordpress.com/476/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/internetausdrucker.wordpress.com/476/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=476&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Das Plagiat als trojanisches Pferd des Kulturpessimismus</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 10:27:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetausdrucker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plagiat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://internetausdrucker.wordpress.com/?p=474</guid>
		<description><![CDATA[Plagiate sind nicht nur Verstöße gegen Urheberrechte oder gegen das Selbstverständnis mancher Berufe. Sie sind zugleich Projektionsfläche für einen Kulturpessimismus. Kulturpessimismus wiederum ist zwar konservativ, aber keineswegs allein das  Problem der Milieus, die als konservativ gelten.  Die Empörung über Plagiate kann dabei das trojanische Pferd sein, mit dem konservatives Denken die Verteidigungsanlagen des progressiven Geistes [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=474&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Plagiate sind nicht nur Verstöße gegen Urheberrechte oder gegen das Selbstverständnis mancher Berufe. Sie sind zugleich Projektionsfläche für einen Kulturpessimismus. Kulturpessimismus wiederum ist zwar konservativ, aber keineswegs allein das  Problem der Milieus, die als konservativ gelten.  Die Empörung über Plagiate kann dabei das trojanische Pferd sein, mit dem konservatives Denken die Verteidigungsanlagen des progressiven Geistes bezwingen kann.  Zumindest kann ich das an mir selber beobachten. <span id="more-474"></span></p>
<p>Derzeit geistern Vorwürfe durch die Welt, ein junger Journalist habe<a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/falsche-experten-mit-echten-zitaten/"> Zitate von Quellen frei erfunden.</a> Mich erinnert das sofort an die vielen dreisten Plagiate, die ich in jedem Semester in studentischen Hausarbeiten finde.Vor kurzem sorgte Sensationsautorin Hegemann für Schlagzeilen, weil sie von einem Blogger abgeschrieben hat.</p>
<p>In allen Fällen finden  sich drei Themen, die sich zum Erzählmuster des Kulturpessimismus verbinden lassen. Dies erfordert freilich gewisse Pauschalisierungen.Einzelfälle müssen als Spitze eines Eisberges verstanden werden.</p>
<p>Erstens begegnet uns  eine fehlgeleitete &#8222;Jugend&#8220;, die doch die Zukunft dieser Gesellschaft sein soll. Als Zukunft der Gesellschaft muss diese &#8222;Jugend&#8220; jedoch verlässlich sein. Die Gesellschaft kann nur fortbestehen, wenn die nachwachsenden Generationen die Werte dieser Gesellschaft verinnerlichen. Wer plagiiert, verstößt jedoch gegen den Wertekanon, weil er betrügt.</p>
<p>Zweitens muss dieser &#8222;Jugend&#8220; ein Verlust an fundamentalen Kulturkompetenzen diagnostiziert werden, nämlich der des Lesens und Schreibens von Texten. Solche Diagnosen gibt es wirklich, siehe <a onclick="return mugicPopWin(this,event);" oncontextmenu="mugicRightClick(this);" href="http://www.amazon.de/Das-Google-Copy-Paste-Syndrom-TELEPOLIS-Netzplagiate-Ausbildung/dp/3936931569/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1270201302&amp;sr=8-1">Stefan Webers Buch &#8222;Das Googlecopypaste-Syndrom&#8220;. </a>Kulturpessismismus wird das, weil wir oft die Geschichte als linearen Prozess hin zum Fortschritt ansehen. Ob Buchdruck oder die berühmte kopernikanische Wende, viele wissenschaftliche, technische und kulturelle Erfindungen sind als unverzichtbare Wegbereiter einer lebenswerten Gesellschaft verstanden worden. Es dürfte nicht sonderlich schwer fallen, Kommentare zu finden, die mangelndes Leseinteresse junger Menschen mit drohenden Gefahren für demokratische Teilhabe verbinden.</p>
<p>Drittens fehlt es an moralischer Reife, denn die &#8222;Täter&#8220; zeigen kein Unrechtsbewusstsein.  Hier hinkt also die Persönlichkeitsentwicklung den gefordertem Wertekanon hinterher. Der erwähnte Stefan Weber zitiert aus reichem Erfahrungsschatz vielfältige Ausreden von plagiierenden Studenten. Der Typus des reuigen Sünders kommt dort nicht vor. Kniefälle und Schuldeingeständnisse sind selten. Ich kann das für meine Arbeit als Dozent bestätigen.</p>
<p>Mein persönlicher Kulturpessimismus entsteht an diesem Punkt.Plagiate sind für mich als Wissenschaftler ein Rätsel. Das Wissenschaftsethos verlangt den strikten Nachweis der verwendeten Quellen. Sich mit fremden Federn zu schmücken gilt als der Gipfel der Verwerflichkeit. Und weil ich als Wissenschaftler arbeite, bin ich diesen Vorstellungen auch dienstverpflichtet. Ich darf daher meine eigenen Werte mit der Unterstützung institutioneller Macht propagieren und durchsetzen. Dabei kann man leicht vergessen, dass auch das Wissenschaftsethos der sehr speziellen Weltsicht einer Subkultur entspringt. Weil ich mich derart in Deckung mit der mich beschäftigenden Institution befinde, findet meine Empörung über Plagiate ein festes Fundament. Zweifel kommen da nur schwer auf. Ich weiß, dass die Kollegen den Ärger über Plagiate teilen. Ich kann mir ihrer Zustimmung sicher sein. Wenn ich den Sanktionsapparat der Uni anrufe, um die Plagiatoren zu bestrafen, dürfte er willig und schnell zuschlagen. Ich müsste mich nicht sonderlich rechtfertigen, solange ich die Plagiate nachweisen kann.</p>
<p>Wer so in Einklang mit seiner Welt ist, verwechselt schnell seine persönlichen Werturteile mit unumstößlichen, allgemeingültigen Verhaltensrichtlinien. Wer plagiiert, erscheint aus so einer Sicht als  verworfener Mensch. Die eigene Mission im Kampf gegen diese Verworfenheit wirkt geradezu heilig. Das verschafft dem Kämpfer gegen Plagiate natürlich eine gewaltige Bedeutung. Ein Konservatismus, der fortlaufend die Bewahrung der Werte gegen den allfälligen Verfall anmahnt, ist daher eine gewinnbringende Strategie. Hier hält die Pose des Entlarvers und Bestrafers Einzug.</p>
<p>Dieses Aufgehen in der eigenen Berufsrolle, die ja ein positives Selbstbild ermöglicht, macht blind für die Wechselfälle des Lebens. Zuerst vergisst man als Dozent, dass Studierende diese Texte primär produzieren, um Noten zu erhalten. Die Erwartung, Studierende hätten von Anbeginn das selbe Ethos wie ihre Lehrer, ist illusionär. Für sie ist das Texten vorrangig ein ökonomisches Problem. Und wo in der Wissenschaft ein ähnlicher Zwang besteht, schnell und viel zu publizieren, steigt offenbar die Zahl der Plagiate ebenso.</p>
<p>Der heilige Zorn über Plagiate macht zudem blind für den Umstand, dass sich Menschen entwickeln. Ich selbst habe immerhin erlebt, dass mancher einst plagiierende Student sich später hervorragend entwickelt hat. Die hohe Moral im Falle von Plagiaten sorgt schnell dafür, solche Entwicklungsmöglichkeiten für unmöglich zu halten. Sobald sich ein kulturpessimistisches Weltbild verfestigt hat, steigt aber die Gefahr, ein Plagiat allzu heftig zu bestrafen. Denn dann sieht man das einzelne Plagiat an als das Fanal einer großen Gefährdung. Man bekämpft dann mit großer Geste den gesamten befürchteten Untergang des Abendlandes in dieser einzelnen Person. Dass das zu übertriebener Härte führen kann, ist leicht einzusehen.</p>
<p>Schließlich vergisst der Missionar schnell, dass jeder Fehltritt und jeder Mensch eine eigene Geschichte hat. Er nimmt das Plagiat nur noch als typische Handlung war und den Plagiator als Gattungswesen, in dem sich die  Misere einer ganzen Epoche ausdrückt. Doch diese Generationentypologien sind oft unhaltbar. Sie übersehen, dass die große Masse der jungen Leute sich korrekt verhält. Sie übersehen auch die durchaus individuellen Gründe mancher Studierenden oder Autoren, zum Plagiat zu greifen. Was wir im Gerichtssaal für selbstverständlich erachten, nämlich die genaue Prüfung des Einzelfalles vor einem Schuldspruch, wird im Hörsaal oder in den Kommentarspalten der Zeitungen gerne ignoriert.</p>
<p>Zu guter Letzt muss man darüber nachdenken, welche Möglichkeiten die entlarvten Plagiatoren haben, ohne schwerwiegenden Gesichtsverlust wieder aus dem Schlamassel herauszukommen. Aber genau das ist die Voraussetzung dafür, die eigenen Fehler zu korrigieren. Doch wenn man ihnen ein dauerhaftes Stigma verpasst, dass sie für alle Zeiten als Sünder brandmarkt, versperrt man ihnen jeden Weg zur Umkehr. Das gilt besonders für die Fehltritte, die öffentlich skandalisiert werden.</p>
<p>Man täte also gut daran, genauer hinzuschauen und etwas vorsichtiger mit dem Einsatz von Machtmitteln umzugehen. Demut täte gut und ein Verzicht auf die hohe Moral. Gerade letztere war schon allzuoft Rechtfertigung für manchen Exzess gegen die individuelle Freiheit.</p>
<br />Filed under: <a href='http://internetausdrucker.wordpress.com/category/plagiat/'>Plagiat</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/internetausdrucker.wordpress.com/474/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/internetausdrucker.wordpress.com/474/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/internetausdrucker.wordpress.com/474/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/internetausdrucker.wordpress.com/474/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/internetausdrucker.wordpress.com/474/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/internetausdrucker.wordpress.com/474/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/internetausdrucker.wordpress.com/474/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/internetausdrucker.wordpress.com/474/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/internetausdrucker.wordpress.com/474/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/internetausdrucker.wordpress.com/474/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/internetausdrucker.wordpress.com/474/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/internetausdrucker.wordpress.com/474/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/internetausdrucker.wordpress.com/474/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/internetausdrucker.wordpress.com/474/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=474&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Nach dem Urteil zur VDS &#8211; Was nun?</title>
		<link>http://internetausdrucker.wordpress.com/2010/03/02/nach-dem-urteil-zur-vds-was-nun/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 21:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetausdrucker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute hat das Bundesverfassungsgericht über die Vorratsdatenspeicherung entschieden.  Es hat das Gesetz für nichtig erklärt. Leider scheint der Fall damit aber längst nicht erledigt zu sein: Das Urteil ist hart, aber nicht hart genug.Es ordnet zwar an, die bisher gespeicherten Daten zu löschen, lässt aber die Speicherung und Weitergabe der Daten für die Zukunft umfassend [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=468&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hat das Bundesverfassungsgericht über die Vorratsdatenspeicherung entschieden.  Es hat das Gesetz für nichtig erklärt. Leider scheint der Fall damit aber längst nicht erledigt zu sein:</p>
<blockquote><p>Das Urteil ist hart, aber nicht hart genug.Es ordnet zwar an, die bisher gespeicherten Daten zu löschen, lässt aber die Speicherung und Weitergabe der Daten für die Zukunft umfassend zu. Auf der Basis der im Urteil geschilderten Gefahren hätte die Speicherung aber generell verboten werden müssen.</p></blockquote>
<p>So sagt es <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/617/504825/text/">Heribert Prantl </a>von der Süddeutschen. Er ist nicht der einzige, der hier ein Urteil mit lauter offenen Scheunentoren sieht.</p>
<p><a href="http://www.netzpolitik.org/2010/kommentar-zum-vorratsdatenspeicherungs-urteil/">Markus Beckedahl </a>meint darum:</p>
<blockquote><p>Wir müssen Druck auf die Bundesregierung und vor allem auf die FDP aufbauen, dass diese unsere digitalen Bürgerrechte Ernst nehmen.</p></blockquote>
<p>Dem kann ich mich nur anschließen. Die Frage ist nur, wie macht man das?</p>
<p>Ich plädiere ja eher für Lobby- als für Parteiarbeit. Und da ist das erste Ziel die FDP.  Der FDP muss man jetzt klar machen, dass ein neues, an die Vorgaben des Urteils angepasstes Gesetz das Problem nicht unbedingt löst. Die Vorratsdatenspeicherung muss vom Tisch. Das ist das erklärte Ziel. Die FDP muss glaubhaft machen, dass sie das will.</p>
<p>Anderenfalls wird man gegen die FDP mobilisieren müssen. Die Liberalen haben mit den Bürgerrechten für sich geworben. Sie müssen jetzt dafür einstehen oder die Zeche zahlen. Zur Kasse bittet man die Liberalen z.B. mit einer kleinen Karte, auf der Guidos vollmundige Versprechen stehen. Diesen stellt man dann die Realitäten gegenüber. Das Ganze wird garniert mit einem knackigen Spruch. In Wahlkämpfen sollte man entsprechend einen heftigen Anti-Wahlkampf führen.</p>
<p>Natürlich muss man dabei einige Dinge bedenken:</p>
<p>Das politische Alltagsgeschäft kennt keine großen Würfe. Jedes Gesetz ist ein Kompromiss. Man darf daher keine überzogenen Forderungen stellen, die machtpolitisch nie und nimmer zu realisieren sind. Die FDP ist nun mal der kleinere Partner und kann sich nicht eins zu eins durchsetzen. Hier muss man auch ermöglichen, dass kleine Schritte Erfolge sind. Allerdings muss die FDP schon deutlich machen, wohin sie letzten Endes will.</p>
<p>Zweitens bringt Krawall alleine noch nicht weiter. Jene Liberalen, die es mit den Bürgerrechten ernst meinen, muss man unterstützen. Man könnte ihnen z.B. öffentliche Resonanz verschaffen. Erklärte Lobbyisten wie netzpolitik.org könnten solchen Leuten durchaus mal eine Plattform bieten. Oft genug fehlt es den Vernünftigen in der Politik an Publicity. Hinterbänkler, die wegen ihrer mangelnden Medienpräsenz niemand kennt, nimmt man in den Parteien nicht recht ernst. Aber wer dank eines großen Bekanntheitsgrades viele Wählerstimmen mobilisieren kann, der wird schon eher respektiert und gehört. Deshalb könnte man als &#8222;Netzgemeinde&#8220; dafür sorgen, dass die richtigen Leute bekannt werden.</p>
<p>Das ist nur eine Idee. Es wäre schön, wenn es gelänge, mehr davon zu produzieren und, vor allem, sie in die Tat umzusetzen&#8230;</p>
<br />Filed under: <a href='http://internetausdrucker.wordpress.com/category/uncategorized/'>Uncategorized</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/internetausdrucker.wordpress.com/468/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/internetausdrucker.wordpress.com/468/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/internetausdrucker.wordpress.com/468/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/internetausdrucker.wordpress.com/468/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/internetausdrucker.wordpress.com/468/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/internetausdrucker.wordpress.com/468/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/internetausdrucker.wordpress.com/468/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/internetausdrucker.wordpress.com/468/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/internetausdrucker.wordpress.com/468/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/internetausdrucker.wordpress.com/468/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/internetausdrucker.wordpress.com/468/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/internetausdrucker.wordpress.com/468/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/internetausdrucker.wordpress.com/468/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/internetausdrucker.wordpress.com/468/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=468&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>DFG gegen Publikationsflut</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 14:54:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetausdrucker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der DFG hat man offenbar die seitenlangen Publikationsverzeichnisse satt: Forscher dürfen künftig bei Förderanträgen im Lebenslauf nur noch maximal fünf Arbeiten angeben &#8211; „&#8220;eben jene fünf, die sie selbst für die wichtigsten ihrer gesamten wissenschaftlichen Arbeit halten&#8220;, sagte DFG-Präsident Matthias Kleiner in Berlin. Verbunden ist diese neue Politik mit der Erkenntnis, dass die Überbewertung [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=466&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der DFG hat man offenbar die seitenlangen Publikationsverzeichnisse satt:</p>
<blockquote><p>Forscher dürfen künftig bei Förderanträgen im Lebenslauf nur noch maximal fünf Arbeiten angeben &#8211; „&#8220;eben jene fünf, die sie selbst für die wichtigsten ihrer gesamten wissenschaftlichen Arbeit halten&#8220;, <a href="http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/876/504092/text/">sagte DFG-Präsident Matthias Kleiner in Berlin.</a></p></blockquote>
<p>Verbunden ist diese neue Politik mit der Erkenntnis, dass die Überbewertung der reinen Zahl der  Publikationen falsche Anreize setzt:</p>
<blockquote><p>Leider laute heute die erste Frage nicht mehr, was jemand erforscht, sondern wo und wie viel er publiziert habe. &#8222;Das übt einen außerordentlich starken Druck auf Wissenschaftler aus, möglichst viel zu publizieren.&#8220;</p></blockquote>
<p>Erstaunlich ist allerdings, dass das der DFG erst jetzt auffällt. Dass der Publikationsdruck genauso wirkt, wie der Notendruck in Schule und Bachelorstudium, konnte man auch ohne jahrelange Forschung sicher prognostizieren. Es ist ja schon eine Zeitfrage: Viel zu schreiben kostet eben Zeit. Die kann man sich nur nehmen auf Kosten der Lehre &#8211; und natürlich der Inhalte. Es ist nicht so leicht, etwas wirklich substanzielles zu sagen zu haben, und zwar etwas, was alle anderen bis dato noch nicht wussten. Ohne ausdauernde Forschung gibt es nun mal keine echten neuen Erkenntnisse. Daher musste doch wohl jedem klar sein, dass das Bestehen auf Quantität den Erkenntniswert der Publikationen drastisch mindern musste.</p>
<p>Für mich als Leser und Nutzer von wissenschaftlicher Literatur besteht dieses Problem schon lange. Da gibt es einerseits diese Vielschreiber, die dann in jedem Aufsatz auf mindestens 10 weitere Texte von sich verweisen. Leider findet man dann nirgendwo mal ein Buch, indem dieser Mensch seinen Ansatz gründlich und übersichtlich ausgearbeitet hat. Stattdessen kramt man seinen Aufsätzen hinterher und findet in jedem nur ein Brotkrumen an Erkenntnis.</p>
<p>Andererseits gibt es Leute wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Popitz">Heinrich Popitz</a>, dessen Publikationsliste für heutige Verhältnisse lächerlich kurz ist. Wahrscheinlich gälte dieser Mann heute als fauler Prof. Aber der Witz ist: Jede seiner knappen Schriften ist absolut lesbar, jargonfrei und dennoch umfassend. Der Mann mag viel Zeit damit verbracht haben mit seinen wenigen Texten. Aber sie sind allesamt gelungen und wirklich nützlich. Das gilt häufig nicht für die Vielschreiber, die nur die Zeit des Forschers verbrauchen.</p>
<br />Filed under: <a href='http://internetausdrucker.wordpress.com/category/uncategorized/'>Uncategorized</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/internetausdrucker.wordpress.com/466/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/internetausdrucker.wordpress.com/466/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/internetausdrucker.wordpress.com/466/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/internetausdrucker.wordpress.com/466/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/internetausdrucker.wordpress.com/466/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/internetausdrucker.wordpress.com/466/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/internetausdrucker.wordpress.com/466/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/internetausdrucker.wordpress.com/466/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/internetausdrucker.wordpress.com/466/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/internetausdrucker.wordpress.com/466/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/internetausdrucker.wordpress.com/466/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/internetausdrucker.wordpress.com/466/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/internetausdrucker.wordpress.com/466/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/internetausdrucker.wordpress.com/466/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=466&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Guidos Ruf zu den Waffen</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 18:15:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetausdrucker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Politik wird in den Medien gerne als Drama dargestellt, in dem Helden mit übermächtigen Bösewichten ringen. Publikumswirksam stehen in diesem Drama dann die Leidenschaften und Charaktere der Protagonisten im Vordergrund. Die Bühne ist bevölkert von machthungrigen Schurken, von eifersüchtigen Rivalen oder von nibelungentreuen Parteisoldaten. Zu dieser Dramatisierung gehört folgerichtig, dass man Westerwelles Kritik am Sozialstaat [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=464&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Politik wird in den Medien gerne als Drama dargestellt, in dem Helden mit übermächtigen Bösewichten ringen. Publikumswirksam stehen in diesem Drama dann die Leidenschaften und Charaktere der Protagonisten im Vordergrund. Die Bühne ist bevölkert von machthungrigen Schurken, von eifersüchtigen Rivalen oder von nibelungentreuen Parteisoldaten. Zu dieser Dramatisierung gehört folgerichtig, dass man Westerwelles Kritik am Sozialstaat („spät-römische Dekadenz“) vor allem als einen emotionalen Ausbruch interpretiert: „Ein Mann sieht rot“, <a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=3841386">meinte</a> die ARD, die „ZEIT“ beschrieb ihn als „Hyperventilator“ und <a href="http://www.zeit.de/2010/08/Guido-Westerwelle">sprach</a> von „tiefsitzenden Verletzungen“ und Michael Spreng <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=2828">sieht</a> die Contenance des FDP-Chefs verloren: „Deshalb schlägt er so wild und schrill um sich, genauso maßlos, wie er den Sieg genoss.“ Hat Westerwelle überreagiert und sich deshalb im Ton vergriffen? Angesichts des schwarz-gelben Chaos möchte man der Diagnose des tief enttäuschten FDP-Vorsitzenden gerne glauben. Doch dieses Bild trügt. Die Wortwahl des Außenministers war wohlkalkuliert.</p>
<p>Weiterlesen auf <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1991/guidos-ruf-zu-den-waffen">Spiegelfechter </a></p>
<br />Filed under: <a href='http://internetausdrucker.wordpress.com/category/uncategorized/'>Uncategorized</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/internetausdrucker.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/internetausdrucker.wordpress.com/464/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/internetausdrucker.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/internetausdrucker.wordpress.com/464/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/internetausdrucker.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/internetausdrucker.wordpress.com/464/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/internetausdrucker.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/internetausdrucker.wordpress.com/464/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/internetausdrucker.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/internetausdrucker.wordpress.com/464/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/internetausdrucker.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/internetausdrucker.wordpress.com/464/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/internetausdrucker.wordpress.com/464/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/internetausdrucker.wordpress.com/464/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=464&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Neu im Lexikon: Dörmann</title>
		<link>http://internetausdrucker.wordpress.com/2009/12/16/neu-im-lexikon-dormann/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 13:27:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetausdrucker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Martin Dörmann]]></category>
		<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Netzsperren]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>

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		<description><![CDATA[Dörmann, Martin, der Der Martin Dörmann gehört zu der Gattung der Wendehälse. Er zeichnet sich durch eine äußerst hohe Anpassungsfähigkeit aus und kann blitzschnell auf veränderte Umweltbedingungen reagieren. So kann er unerwartete Abstürze aus der Regierungsverantwortung unbeschadet überleben. Gegen das saure Milieu der Oppositionsbänke ist der  Dörmann durch seine Vergesslichkeit geschützt. Seine robuste Psyche bewahrt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=454&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dörmann, Martin,</strong> der</p>
<p>Der Martin Dörmann <a href="http://blogs.sueddeutsche.de/schaltzentrale/2009/12/16/interview-mit-martin-dormann-spd-unser-grundsatz-war-immer-loschen-statt-sperren/">gehört</a><a href="http://www.netzpolitik.org/2009/martin-doermann-spd-grundsatz-war-immer-loeschen-statt-sperren/"> zu der Gattung der Wendehälse.</a> Er zeichnet sich durch eine äußerst hohe Anpassungsfähigkeit aus und kann blitzschnell auf veränderte Umweltbedingungen reagieren. So kann er unerwartete Abstürze aus der Regierungsverantwortung unbeschadet überleben. Gegen das saure Milieu der Oppositionsbänke ist der  Dörmann durch seine Vergesslichkeit geschützt. Seine robuste Psyche bewahrt den Dörmann vor den für Oppositionsneulinge charakteristischen Selbstzweifeln. Auch das für den Dörmann typische Fehlen einer eigenen Haltung erweist sich hier als evolutionärer Vorteil.  So kann der Dörmann umstandlos von dem Regierungsmodus &#8222;Es gibt keine Alternative&#8220; in den Oppositionsmodus &#8222;Wir sind gegen das, wofür wir noch gestern waren&#8220; umschalten. Auf diese Weise kann der Dörmann seine Futterplätze auch in schwierigeren Zeiten verteidigen. Der Dörmann hat kaum Fressfeinde. Eine gewisse Gefahr droht ihm von den <strong>&#8211;&gt;</strong> <strong>Wählern, </strong>die  aber selten den langen Atem besitzen, um den wendigen Dörmann dauerhaft zu verfolgen. Ab und an jedoch können die Wähler jedoch auch einen kapitalen Dörmann zu ihrer Beute machen, vor allem dann, wenn sie im Rudel auf die Jagd gehen.</p>
<p><strong>update: </strong>Es gibt jetzt auch eine neue Maßeinheit Dörmann, siehe <a href="http://anonymus.posterous.com/ein-dormann">hier</a></p>
<br />Veröffentlicht in Martin Dörmann, netzpolitik, Netzsperren, SPD, Zensursula  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/internetausdrucker.wordpress.com/454/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/internetausdrucker.wordpress.com/454/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/internetausdrucker.wordpress.com/454/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/internetausdrucker.wordpress.com/454/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/internetausdrucker.wordpress.com/454/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/internetausdrucker.wordpress.com/454/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/internetausdrucker.wordpress.com/454/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/internetausdrucker.wordpress.com/454/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/internetausdrucker.wordpress.com/454/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/internetausdrucker.wordpress.com/454/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/internetausdrucker.wordpress.com/454/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/internetausdrucker.wordpress.com/454/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/internetausdrucker.wordpress.com/454/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/internetausdrucker.wordpress.com/454/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=454&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wenn das Radio zum Durchlauferhitzer wird</title>
		<link>http://internetausdrucker.wordpress.com/2009/12/15/wenn-das-radio-zum-durchlauferhitzer-wird/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 09:08:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetausdrucker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inforadio]]></category>
		<category><![CDATA[Innenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Schünemann]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Inforadio vom rbb ist mein Lieblingssender: Hier wird man umfassend über das Tagesgeschehen informiert. Aber manchmal lässt mich auch dieses Programm am deutschen Journalismus verzweifeln. Das gilt insbesondere für die morgendlichen Telefoninterviews mit Politikern. Nicht selten sind diese so zahm geführt, dass Inforadio lediglich zum Durchlauferhitzer für die Botschaften der Interviewpartner wird. Die altbekannten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=452&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } -->Das Inforadio vom rbb ist mein Lieblingssender: Hier wird man umfassend über das Tagesgeschehen informiert. Aber manchmal lässt mich auch dieses Programm am deutschen Journalismus verzweifeln. Das gilt insbesondere für die morgendlichen Telefoninterviews mit Politikern. Nicht selten sind diese so zahm geführt, dass Inforadio lediglich zum Durchlauferhitzer für die Botschaften der Interviewpartner wird.<span id="more-452"></span></p>
<p><strong>Die altbekannten Parolen</strong></p>
<p>Heute morgen durfte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann zur umstrittenen Vorratsdatenspeicherung Stellung nehmen. Ich habe den Ton abgedreht, denn den Text von Schünemann könnte ich mühelos mitsprechen. Schünemann ist ein innenpolitischer Hardliner, der mit populistischen law-and-order-Parolen am rechten Wählerrand die Netze auswirft. Was er von der Vorratsdatenspeicherung hält, ist allgemein bekannt. Sachlich neues oder gar selbstkritisches darf man von einem Schünemann,der stets etwas hemdsärmelig den zupackenden Innenminister gibt, nicht erwarten.</p>
<p>Welchen Erkenntnisgewinn erhoffte man sich also bei Inforadio, wenn dieser Mann zur Vorratsdatenspeicherung befragt wird? Was hat also der Hörer davon, Herrn Schünemann bei der soundsovielten Wiederholung seiner immergleichen Argumente zuzuhören? Ganz penibel betrachtet ist Schünemanns Position zur Vorratsdatenspeicherung nicht einmal eine Nachricht und gehörte daher ignoriert. Denn solange er nichts neues zu sagen hat oder eine Veränderung vornimmt, gibt es auch nichts über Herrn Schünemann zu berichten. Für die Verteidigung der  Vorratsdatenspeicherung hatte er bereits Gelegenheit genug. Was also wollten die Redakteure des Inforadio mit diesem Interview nur erreichen?Diese Frage stellt sich mir als Gebührenzahler umso mehr, da die Gesprächspartner nur allzu selten mal etwas härter angefasst werden. Die Nachfragen der Moderatoren sind lasch und vorsichtig. In Bedrängnis gerät hier niemand der Interviewten. Ganz und gar sprachlos war ich, als im jüngsten Bundestagswahlkampf ein CSU-Mann seine Positionen gänzlich unwidersprochen per Inforadio verbreiten durfte. Die Interviewerin lieferte lediglich die Stichworte und enthielt sich jeglicher kritischen Nachfrage. So macht Wahlkampf dann richtig Spaß.</p>
<p><strong>Intransparenz bei der Auswahl der Interviewpartner</strong></p>
<p>Ingesamt scheint mir die Auswahl der Interviewpartner auch recht zufällig zu sein. Oft genug kommen die üblichen Verdächtigen zu Wort. Der notorische Karl Lauterbach beispielsweise ist ein Liebling der Medien. In der letzten Legislaturperiode wurde er von allen möglichen Medien als „SPD-Gesundheitsexperte“ vor die Mikrophone gebeten, ohne dass er seitens der SPD dafür autorisiert gewesen wäre. Tatsächlich bekleidete Herr Lauterbach seinerzeit kein entsprechendes Amt und war in der Bundestagsfraktion alles andere als wohlgelitten. Doch so etwas wurde von den Medien souverän übersehen.</p>
<p>Im Inforadio spricht zu Wirtschaftsthemen allmorgentlich der in New York arbeitende Fondsmanager Heiko Thieme. Sicher hat dieser Mann Ahnung von der Materie, aber ist er wirklich in allen Punkten neutral? Und warum ist ausgerechnet er der einzige Fachmann, der zum Thema Aktienkurse und Finanzmärkte etwas zu sagen hat? Diese Intransparenz ist schon etwas bedenklich.</p>
<p>Auch sonst wirken viele Interviewpartner so, als wären sie recht beliebig gewählt oder als wäre gerade der da, der eben mal Zeit hatte. Der Zusammenhang zwischen Thema und Redner ist nicht immer ganz klar. In anderen Fällen werden eben Leute wie Schünemann befragt, aber ohne sie wirklich mal kritisch zu bearbeiten. Der Hörer erfährt somit über das Problem Vorratsdatenspeicherung nichts.</p>
<p><strong>Mehr sachliche Information tut not</strong></p>
<p>Besser wäre es wohl, wenn  man eine detaillierte Analyse geliefert bekäme. Da das sicher im Frühstücksradio nicht zu machen ist, könnte man wenigstens eine Pro- und eine Kontra-Stimme zum Interview bitten. Eine Möglichkeit, die irgendwie selten bis gar nicht genutzt wird, wäre es, wenn man unabhängige Experten zu Wort kommen ließe. Denn ein großes Ärgernis ist es, wenn dem Hörer allgemeine Informationen über ein Thema versprochen wird, aber am Ende doch bloß ein Politiker für altbekannte Positionen wirbt, ohne wirklich sonderlich von den Moderatoren dabei gestört zu werden.</p>
<br />Veröffentlicht in Inforadio, Innenpolitik, Journalismus, Schünemann  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/internetausdrucker.wordpress.com/452/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/internetausdrucker.wordpress.com/452/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/internetausdrucker.wordpress.com/452/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/internetausdrucker.wordpress.com/452/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/internetausdrucker.wordpress.com/452/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/internetausdrucker.wordpress.com/452/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/internetausdrucker.wordpress.com/452/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/internetausdrucker.wordpress.com/452/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/internetausdrucker.wordpress.com/452/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/internetausdrucker.wordpress.com/452/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/internetausdrucker.wordpress.com/452/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/internetausdrucker.wordpress.com/452/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/internetausdrucker.wordpress.com/452/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/internetausdrucker.wordpress.com/452/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=452&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Gibt es DIE Männer und DIE Frauen?</title>
		<link>http://internetausdrucker.wordpress.com/2009/12/13/gibt-es-die-manner-und-die-frauen/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 12:39:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>internetausdrucker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feminismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil ich nun doch einen überlangen Kommentar zur Feminismus-Diskussion bei Anne drüben geschrieben habe, veröffentliche ich ihn hier, anstatt Annes Seite damit zu verstopfen: @Anne Wer leidet am meisten? Die Frage ist falsch gestellt. Darum kann es nicht gehen. JEDES Leid ist schlecht. Es geht nie und nimmer darum, dass die eine Gruppe mehr Opfer [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=internetausdrucker.wordpress.com&amp;blog=8410452&amp;post=449&amp;subd=internetausdrucker&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } -->Weil ich nun doch einen überlangen Kommentar zur Feminismus-Diskussion bei Anne drüben geschrieben habe, veröffentliche ich ihn hier, anstatt Annes Seite damit zu verstopfen:</p>
<p>@Anne</p>
<blockquote><p>Wer leidet am meisten?</p>
<p><span id="more-449"></span></p></blockquote>
<p>Die Frage ist falsch gestellt. Darum kann es nicht gehen. JEDES Leid ist schlecht. Es geht nie und nimmer darum, dass die eine Gruppe mehr Opfer ist als die andere. Denn was würde das schon ändern? Angenommen ich könnte als Mann nachweisen, dass Männer doch mehr leiden als Frauen? Macht das irgendeine der Studentinnen von Montreal wieder lebendig? Wird dadurch eine Vergewaltigung weniger schrecklich? Um das Spiel mal noch mehr zuzuspitzen: Auch wenn in der gesamten Menschheitsgeschichte nur eine einzige Frau wegen ihres Frauseins misshandelt worden wäre: Sie hätte die Hölle durchlitten und das ist verwerflich.</p>
<p>Menschliches Leid kann nicht relativiert werden. Es kann also niemals Ziel sein, das Leid von Frauen zu bagatellisieren, indem man(n) behauptet, sie seien letztlich die doch kleinere Opfergruppe. So etwas liegt mir völlig fern.</p>
<p>Wesentlich ist vielmehr, dass man realistische Bilder von der Gesellschaft macht: die Gesellschaft ist eben patriarchalisch, aber nicht nur. Sie ist es nicht bis in den letzten Winkel und nicht alles, was passiert, ist letztlich ein Genderproblem. Oder mit Giddens gesprochen: Es gibt immer auch eine Dialektik der Macht, es gibt nicht einfach den Machtlosen einerseits und den ausschließlichen Besitzer von Macht andererseits.</p>
<p>Die Frage &#8222;wer leidet am meisten&#8220; impliziert aber solche falschen Dichotomien, die der gesellschaftlichen Wirklichkeit nicht gerecht werden.</p>
<blockquote><p>Klar sind etwa Männer viel häufiger Gewaltopfer, weil Gewalt viel mehr unter Männer stattfindet.</p></blockquote>
<p>Genau. Und wer hier Opfer oder Täter ist, ist oft davon abhängig, wie so eine Schlägerei ausgeht. Daher ist es oft schwer, mit solchen Kategorien zu arbeiten. Hier geht es nicht selten um die von Bourdieu sogenannten „Wettbewerbspiele“ unter Männern. Nebenprodukt dessen ist leider, dass Leute wie ich durch solche Männer bedroht werden und dass ich zumindest dem nichts entgegenzusetzen habe (körperlich), also dann immer der Verlierer bin.</p>
<blockquote><p>Genauso sitzen ja auch viel mehr Männer im Knast &#8211; in absoluten Zahlen.</p></blockquote>
<p>Das wiederum hat auch mit der Anzeigehäufigkeit zu tun: Gewalt von Männern wird vielfachhäufiger angezeigt als Gewalt von Frauen. Gewalt von Männern scheint gesellschaftlich weniger akzeptabel (sieht man mal von der Verherrlichung der Schlägereien in manchen Milieus ab). Gewalt von Frauen ist in der Gewaltforschung ziemlich unterbelichtet, Gewalt wurde bislang nicht als ein Frauenproblem wahrgenommen. Frauen kamen meist als Opfer vor, nicht aber als Täterinnen. Man weiß aber, dass es Täterinnen gibt. Hier kann es nicht darum gehen, Frauen zu Täterinnen umzudichten, sondern es soll nur ein realistischeres Bild gezeichnet werden.</p>
<blockquote><p>Insofern sind wir alle &#8216;Opfer der Zustände&#8217;.</p></blockquote>
<p>Prinzipiell hast Du recht: eine partriarchale Gesellschaft dient nur den wenigsten. Es geht mir aber nicht darum, „Opfer“ zu sein. Ich fühle mich meistens nicht als Opfer. Es geht mir – als Soziologe – nur heftig gegen den Strich, wenn manche Leute (nicht Du) Großkollektive konstruieren, die zugleich ausschließlich entweder Opfer oder Täter sind. Wissen wir doch, dass hinreichend Opfer auch Täter  oder Täter zugleich Opfer sind. Was im übrigen nichts an der Beurteilung von Gewalttaten ändert in meinen Augen: Auch wenn einer Opfer war, hat er nicht das Recht, Gewalt auszuüben.</p>
<p>Hauptproblem bei dieser Dichotomisierung ist aber, dass hier auch ein Kollektivzusammenhang hergestellt wird von einigen Leuten. Weil es männliche Täter gibt, wird von manchen geschlossen, dass alle Männer mit diesem einen Täter irgendwie im Bunde stehen. Aber das ist nicht richtig. Ich habe als Mittelschichtsweichei ohne jede Prügelerfahrung nichts gemein mit meinen machoistischen Geschlechtsgenossen aus anderen Milieus. Dort gibt es Leute, die Schlägereien als „männlich“ empfinden. Diese Leute sind schlicht eine Bedrohung für mich, sonst nichts. Selbst auf einer gesellschaftlichen Metaebene gibt es zwischen mir und jenen eher geringe Verbindungen. Allenfalls könnte man mir vorwerfen, als Mittelschichtler von einer Gesellschaftsordnugn zu profitieren, die die Machoisten von den Aufstiegen fernhält und möglicherweise deren Gewaltkultur damit noch befeuert.</p>
<blockquote><p>Genauso halte ich nämlich für richtig, dass Männer in der Regel (das sind zur Verdeutlichung von Strukturen hier alles starke Verallgemeinerungen und natürlich gibt es jede Menge Ausnahmen in alle Richtungen..) mehr von patriarchalen Strukturen profitieren, einfach weil sie sich eher aussuchen können, ob sie auf der Gewinner- oder Verliererseite in diesem Spiel stehen.</p></blockquote>
<p>Ja, das ist so. Zumindest für die Männer, die aufsteigen können. Oder für diejenigen, die in kulturellen Umfeldern leben, die eine althergebrachte Geschlechterordung rigide stabilisieren.</p>
<blockquote><p>Dasselbe lässt sich am Beispiel &#8222;Die Kollegin verdient weniger Geld&#8220; / &#8222;Die Hausarbeit wurde schlechter beurteilt&#8220; etc. durchdeklinieren.“</p></blockquote>
<p>Auch hier gebe ich Dir recht: Natürlich nehmen die meisten ihren Vorteil wahr bzw. kümmern sich nicht um den Nachteil der anderen.</p>
<blockquote><p>Damit sind wir dann bei den Individuen. Natürlich sind wir Individuen und nicht nur Teil einer wie auch immer definierten Gruppe. Nur: selbst wenn ich mich jetzt gerade wenig als Frau, sondern vor allem als Mensch fühle und weiß, dass ich abstrakt denken kann und eine gute räumliche Vorstellung habe, werde ich trotzdem permanent damit konfrontiert, dass ich das als Frau &#8216;natürlich&#8217; nicht kann. Männer in anderen Fragen auch, aber im Resultat haben diese Zuschreibungen eben vor allem diskriminierende Auswirkungen gegen Frauen.</p></blockquote>
<p>Ja, auch richtig. Es gibt diese diskriminierenden Zuschreibungen. Keine Frage.</p>
<p>Mich ärgern in diesem Zusammenhang aber mehrere Dinge:</p>
<p><strong>Erstens </strong>glauben manche Damen, Frauen seien ausschließlich Opfer und Benachteiligte. Dabei übersehen sie, dass Frauen hier und da auch Macht ausüben und selber Folgen verursachen  &#8211; Stichwort Schule. Es geht nun nicht darum, irgendetwas aufzurechnen.</p>
<p><strong>Zweitens</strong> stört es mich, wenn einige partout verleugnen, dass es auch Diskriminierung gegen Männer gibt (ich wiederhole: ich bin kein Opfer). Man kann nicht einerseits von den Männern Demut und Selbstkritik erwarten, aber andererseits sämtliche Selbstreflektion verweigern. Das ist höchst ärgerlich. Denn hinter manchen Vorwürfen mancher Frauen stecken durchaus sehr negative abfällige Bilder über Männer per se. Und die nerven, sie sind auch mitunter wirklich schwer erträglich (zumindest für solche Mittelschichtsweicheier wie mich).</p>
<p><strong>Drittens</strong> sind solche männerfeindlichen Stereotypen auch schon in die Institutionen eingewandert. Wenigstens in einige. Man versuche mal eine nüchterne Kritik und Auseinandersetzung mit einigen Zweigen der Gender-Forschung. Das geht nicht gut aus.</p>
<p>Aber um <strong>Missverständnisse</strong> zu vermeiden: Ich fühle mich nicht als Opfer und Unterdrückter und ich wähne mich nicht als Insasse einer feministischen Diktatur. Ich brauche keine Befreiungsbewegung (siehe die völlig verrückten &#8222;Maskulisten&#8220; *kopfschüttel*) . Ich mag nur solche holzschnittartigen Gesellschaftsdiagnosen nicht. Denn letztlich erzeugen diese dem Vulgärmarxismus ähnlichen Gesellschaftsbilder auch Folgen: Rigidität und Intoleranz. Schade eigentlich, dass die Sozialwissenschaften so oft vor allem als Rechtfertigungsmittel missbraucht werden.</p>
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